Ein neuer Klassenraum für St. Kizito
Ein neuer Klassenraum wird gebaut 2026
Entsprechend dem Motto „Bildung schafft Zukunft“ unterstützt unser Verein Pfarrer Paul Ngole.
Aus einer Idee wird ein konkretes Projekt
Schon im Frühjahr 2025, während die damals laufenden Projekte noch nicht abgeschlossen waren, begann der Missionsförderverein gemeinsam mit Father Paul Ngole über die weitere Zusammenarbeit nachzudenken.
Father Paul hatte einen großen Wunsch: Die Bildungsmöglichkeiten für die Kinder in Naoi sollten weiter verbessert werden.
Für den Missionsförderverein war Bildung ebenfalls ein naheliegender Schwerpunkt. Gleichzeitig wollten wir sicherstellen, dass ein neues Projekt finanziell überschaubar bleibt, innerhalb eines Jahres verwirklicht werden kann und nach seiner Fertigstellung dauerhaft genutzt wird.
Father Paul beantwortete die sich daraus ergebenden Fragen ausführlich und erläuterte zugleich seine langfristigen Vorstellungen.
"Eine Schule mit großen Aufgaben"
Die St. Kizito Nursery and Primary School gehört zur Pfarrei St. Kizito in Naoi und damit zur katholischen Diözese Moroto. Die Schule war von Father Paul gegründet worden und hat sich seitdem erheblich entwickelt.
Als der Förderantrag für 2026 gestellt wurde, wurden dort 602 Kinder unterrichtet: 346 in der Nursery und 256 in der Grundschule.
Der vorhandene Platz reicht jedoch nicht aus.
Besonders schwierig ist die räumliche Situation bei drei Klassenstufen, für die lediglich zwei Klassenräume zur Verfügung stehen. Kinder müssen deshalb teilweise unter sehr beengten Verhältnissen gemeinsam unterrichtet werden. Der zusätzliche Klassenraum soll diese Situation verbessern.
Die Schule soll sich dabei langfristig zunehmend selbst tragen. Einnahmen aus Schulgeldern dienen dem laufenden Betrieb; mit steigenden Schülerzahlen sollen zusätzliche Einnahmen entstehen, die wiederum für die weitere Entwicklung der Schule eingesetzt werden können.
Hilfe zur Selbsthilfe
Gerade dieser Gedanke entspricht den Vorstellungen unseres Vereins.
Wir können und wollen nicht eine ganze Schule finanzieren. Wir können aber gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort überschaubare und abgeschlossene Bauabschnitte verwirklichen, die anschließend dauerhaft genutzt werden können.
Für 2026 wurde deshalb die Errichtung eines Klassenraums als eigenständiges Projekt festgelegt.
Ein hoffentlich ebenso schöner Klassenraum wird gebaut
zum angemessenen Unterrichten und Lernen
Die Kostenberechnung des örtlichen Bauunternehmens beläuft sich auf rund 35.000 Euro. Darin enthalten sind unter anderem Fundament und Rohbau, Dachkonstruktion, Fenster und weitere Einbauten, Innenausbau, Decke, Fliesen, Elektroinstallation, Blitzschutz und Malerarbeiten.
Der Missionsförderverein hat für das Projekt beim saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur eine Förderung beantragt. Der Finanzierungsplan sieht Gesamtkosten von 35.000 Euro vor. Davon sollen 19.000 Euro aus Eigenmitteln, 3.500 Euro aus weiteren Drittmitteln und 12.500 Euro aus der beantragten Förderung des Saarlandes finanziert werden.
Damit übernimmt der Missionsförderverein gemeinsam mit seinen Unterstützern einen erheblichen Teil der Finanzierung selbst. Der Verein bedankt sich ganz herzlich bei Dekan Bernd Schikofsky und den Verwaltungsräten der Kirchengemeinden Oberes Köllertal Heilige Familie, St. Michael Püttlingen und Völklingen St. Eligius für die großzügige Unterstützung.
Bildung schafft Zukunft
Ein zusätzlicher Klassenraum mag auf den ersten Blick wie ein vergleichsweise kleines Projekt erscheinen. Für die Kinder vor Ort bedeutet er jedoch etwas sehr Konkretes: mehr Platz, bessere Unterrichtsbedingungen und die Möglichkeit, die verschiedenen Klassenstufen angemessen zu unterrichten.
Für uns steht dieses Projekt deshalb in einer direkten Linie mit den bisherigen Vorhaben in Karamoja.
Mit der Sanierung der Bohrlöcher ging es um eine der elementarsten Lebensgrundlagen überhaupt: sauberes Wasser.
Mit dem Kindergarten und nun dem zusätzlichen Klassenraum geht es um eine zweite Voraussetzung für eine bessere Zukunft: Bildung.
Das Klassenraumprojekt ist deshalb nicht das Ergebnis eines großen Entwicklungsplans, den wir von Deutschland aus vorgeben. Es ist ein konkreter nächster Schritt, der aus den Gesprächen mit Father Paul und aus dem tatsächlichen Bedarf vor Ort entstanden ist.
2026 wollen wir diesen nächsten Schritt gemeinsam gehen.